...

Scheidung

Scheidung

 

Scheidungskonvention

Grundlage einer einvernehmlichen Scheidung ist die Scheidungskonvention. Dabei handelt es sich um einen Vertrag, in welchem die sich scheidenden Ehegatten den übereinstimmenden Scheidungswillen erklären und die sog. Nebenfolgen der Scheidung (finanzielle Folgen und die Kinderbelange) regeln, dabei insbesondere:

-       Das Sorgerecht über die Kinder

-       Das Besuchsrecht

-       Der Kinderunterhalt

-       Der nacheheliche Unterhalt

-       Die güterrechtliche Auseinandersetzung

-       Die Aufteilung der beruflichen Vorsorge

 

Auch wenn die innere Verletzung und die Enttäuschung über den Partner sehr gross ist, empfehlen wir den Trennungs- bzw. Scheidungswilligen sehr, eine Scheidungskonvention, d.h. eine einvernehmliche Scheidung anzustreben oder zumindest zu versuchen, denn zum einen interessieren die emotionalen Beweggründe der Parteien die entscheidenden Richter nicht oder nur wenig, und zum andern dauert eine sog. Kampfscheidung sehr lange und ist für die Parteien meist sehr zermürbend. Wir erinnern die uns Rat suchenden immer wieder an den Film «der Rosenkrieg». Schliesslich kann eine «Kampfscheidung» auch oft sehr teuer zu stehen kommen, denn bei einer Streitscheidung bemessen sich das Anwaltshonorar und die Gerichtskosten nach dem Streitwert der güterrechtlichen Auseinandersetzung. Wir empfehlen den sich scheidenden Ehegatten vorab zu versuchen, wenigstens über die güterrechtliche Auseinandersetzung eine Einigung zu finden und darüber eine Gütertrennungsvereinbarung abzuschliessen. Wenn anschliessend über die übrigen Nebenfolgen der Scheidung leider doch keine Einigung erzielt werden kann, werden diese sowohl vom Anwalt wie auch vom Gericht nur nach Aufwand, jedoch ohne Streitwertzuschläge behandelt werden müssen. Gerade wenn Kinderbelange zu regeln sind, empfehlen wir dringend, eine Scheidungskonvention anzustreben, denn vergessen Sie nicht, dass die Kinder, welche fast immer beide Elternteile gerne haben und beieinander behalten möchten, bei einer Streitscheidung seelisch am meisten leiden müssen.

Damit eine Scheidungskonvention gültig abgeschlossen werden kann, muss diese schliesslich durch das zuständige Familiengericht in einer sog. Anhörung genehmigt werden. Bei offensichtlicher Unangemessenheit (insbesondere bezüglich Alimentenpflichten) wird das Gericht die Konvention verweigern. Es ist darum wichtig, dass die zur Beurteilung der Scheidung einzureichenden Unterlagen korrekt und vollständig sind (vgl. beigefügte Checkliste der Aargauischen Gerichte).

In Kinderbelangen ist das Kindeswohl absolut entscheidend; das Gericht hat sich zu vergewissern, dass die von den Ehegatten gewählte Regelung dem Kindeswohl entspricht.

Mit der gerichtlichen Genehmigung (Anhörung vor Gericht; bei Konventionen richterliche Befragung von ca. 30 Minuten) wird die Scheidungskonvention Bestandteil des Scheidungsurteils; d.h. der Wortlaut der Konvention wird ins Urteilsdispositiv aufgenommen.

Unsere Rechtsanwälte und Mediator beraten und begleiten Sie gerne auf dem Weg zu einer einvernehmlichen Ehetrennung und /oder Ehescheidung und könne Ihnen bestätigen, dass in einer Kampfscheidung praktisch nie eine bessere Lösung für beide Parteien und insbesondere die Kinder erzielt werden kann.

 

Weitere interessante Informationen

Stolpersteine beim Kauf eines neuen Eigenheimes

Stolpersteine beim Kauf eines neuen Eigenheimes



Vorsorgeauftrag

Vorsorgeauftrag